
Kunst am Betonwerk

Eine Transportbetonmischanlage als Kunstobjekt zu
gestalten - das ist ein sehr außergewöhnliches Projekt. In Wernigerode wurde
es Realität: Die Anlage der Fenger Beton GmbH & Co. KG wurde anlässlich der
Landesgartenschau Sachsen-Anhalt mit Blüten und Blumen bemalt und so in ein
bunt leuchtendes Kunstwerk verwandelt.
„Harzblicke erleben" - so
lautete das Motto der Landesgartenschau Sachsen-Anhalt, die von April bis
Oktober 2006 in Wernigerode ein Blumen- und Gartenparadies entstehen ließ
und 640.000 Besucher in das malerische Städtchen lockte.
Kunstvolle Bemalung
Das Transportbetonwerk der Firma Fenger grenzt direkt
an das Ausstellungsareal der Landesgartenschau. Daher entstand die Idee, die
Betonmischanlage in das Ausstellungskonzept mit einzubeziehen und zu
gestalten. Die Künstlergesellschaft Strauss & Hillegaart aus Cottbus
zauberte mit Hilfe einer Spezialfarbe nicht nur leuchtende Blüten und
Blumen, sondern auch den Schriftzug des Unternehmens Fenger und einen
Hinweis auf die Landesgartenschau auf die Anlage - ein absoluter Blickfang!
Panoramablick über Wernigerode
Damit aber nicht genug: Das Dach der Transportbetonmischanlage
wurde mit einer Aussichtsplattform versehen, die über einen Treppenturm aus
Stahl erreicht werden kann. Aus 22 Metern Höhe bietet sich ein
beeindruckender Blick auf das Ausstellungsgelände. Auf der Plattform des
Turms wird das Motto der Landesgartenschau - Harzblicke erleben - am eigenen
Leib erfahrbar. Der Turm soll auch nach der Gartenschau weiterhin als
Aussichtspunkt in Benutzung bleiben.
Das freut Werkleiterin Gudrun Barner und ihr Team. „Die vielen Leute, die
während der Gartenschau den Turm bestiegen haben, waren eine echte
Bereicherung für uns - es war richtig viel los und es war schön, auf diese
Weise an der Gartenschau teilzuhaben."
Betrieb im Werk hautnah erlebbar
Viele Besucher nutzen ihren Besuch auf dem Turm, um auch einen Blick auf das
Betonwerk zu werfen. Denn: Das Werk war während der gesamten Zeit in Betrieb
- eine Besonderheit, die den Reiz des Projekts noch verstärkte. Eine voll in
Betrieb stehende Industrieanlage als Teil einer Gartenschau ist schließlich
auch nicht alltäglich. Für Gudrun Barner war das ein Glückfall: „So konnten
wir verdeutlichen, dass sich unser Werk nahtlos in die Landschaft der
Umgebung einfügt."
Kein Wunder also, dass sich das von der Landesgartenschau GmbH und der
Lotto-Gesellschaft finanzierte Projekt als eines der Highlights der
Ausstellung entpuppte. Den Wernigerödern bleibt das Kunstwerk noch eine
Weile erhalten: Die Spezialfarbe soll zehn Jahre halten!
Artikel aus Lafarge Forum Ausgabe 2/2006